In diesem Artikel erklären wir, was Multiple Sklerose (MS) ist, wen sie betrifft, wie sie diagnostiziert wird und welche Symptome auftreten.
Weder ihre Ursache noch eine Heilung sind bekannt. Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische, autoimmune neurodegenerative Erkrankung, die das zentrale Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) von 2. 500. 000 Menschen weltweit betrifft. Anlässlich des Welt-MS-Tages, der am 31. Mai begangen wird, geben wir dieser Erkrankung eine Stimme.
Was ist Multiple Sklerose?
Multiple Sklerose ist eine Erkrankung des zentralen Nervensystems, die das Gehirn und das Rückenmark betrifft. Das körpereigene Immunsystem greift das Myelin an (das Material, das die Nervenzellen umgibt und schützt), wodurch eine gestörte Kommunikation zwischen den Neuronen entsteht und verschiedene MS-Symptome verursacht werden, die wir im Folgenden beschreiben.
Wen betrifft Multiple Sklerose?
Multiple Sklerose ist eine Erkrankung junger Erwachsener, da sie in der Regel zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr diagnostiziert wird. Sie ist die häufigste Ursache einer erworbenen neurologischen Behinderung und die zweithäufigste Ursache für Behinderungen bei jungen Menschen, nach Verkehrsunfällen. Außerdem sind Frauen häufiger betroffen als Männer.
Wie wird Multiple Sklerose diagnostiziert?
Multiple Sklerose ist nicht ansteckend, nicht erblich und kann nicht verhindert werden. Ideal ist eine frühzeitige Diagnose.
Die Diagnose der Multiplen Sklerose erfolgt anhand von:
- der Krankengeschichte.
- der neurologischen Untersuchung.
- evozierten Potenzialen.
- den Ergebnissen der Untersuchung der Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit.
- den demyelinisierenden Läsionen, die mittels Magnetresonanztomografie identifiziert werden können. Die Magnetresonanztomografie (MRT) ist eine der wichtigsten Untersuchungen zur Diagnose der Multiplen Sklerose. Dabei handelt es sich um ein nicht invasives Verfahren, mit dem sehr detaillierte Bilder des Gehirns und des Rückenmarks aufgenommen werden.
Mit einer Magnetresonanztomografie lassen sich im Gehirn die Läsionen erkennen, die durch den Angriff des Immunsystems auf das Myelin entstehen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass diese Untersuchung nicht als abschließend angesehen werden kann, da nicht alle Läsionen vom Scanner erfasst werden können und auch andere Erkrankungen identische Auffälligkeiten verursachen können.

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Welche Symptome treten auf?
Die Symptome der Multiplen Sklerose hängen von den betroffenen Bereichen ab und unterscheiden sich von Person zu Person. Außerdem können sich die Symptome bei ein und derselben Person je nach Krankheitsstadium verändern.
Die häufigsten Symptome sind:
- Fatigue
- Sehstörungen: verschwommenes Sehen, Doppelbilder, Neuritis, schnelle und unwillkürliche Augenbewegungen …
- Probleme mit Bewegung, Gleichgewicht und Koordination: Mobilitätsprobleme, Gleichgewichtsverlust, Zittern, Ataxie, Drehschwindel und Benommenheit, Ungeschicklichkeit in einer der Extremitäten, Koordinationsstörungen, Schwäche in den Beinen
- Spastik: unwillkürliche Kontraktionen und Steifheit.
- Sensibilitätsstörungen: Kribbeln, Taubheitsgefühl (Parästhesie), brennendes Gefühl in Körperregionen, Muskelschmerzen, Hitzeempfindlichkeit …
- Sprachstörungen: langsames Sprechen, verwaschene Sprache, Veränderungen des Sprechrhythmus.
- Blasen- und Darmprobleme: häufiges und/oder dringendes Wasserlassen, Verstopfung …
- Probleme mit Sexualität und Intimität: Impotenz, verminderte Erregung, Verlust der Empfindung.

Behandlung
Derzeit gibt es keine Behandlung, die Multiple Sklerose heilt aber es gibt Medikamente, die das Fortschreiten der Erkrankung bremsen und ihre Symptome lindern.
Diese Medikamente sollten mit Physiotherapie, Ergotherapie und Sprachtherapie kombiniert werden. Außerdem ist die Unterstützung durch Neuropsychologen entscheidend, um die auftretenden kognitiven Störungen zu behandeln.







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