LATAM-FINGERS hat die Prävention kognitiver Beeinträchtigungen in eine regionale, kollaborative und wissenschaftlich ambitionierte Debatte verwandelt. In diesem Interview analysiert Jesús M. Cortés, warum die Initiative einen Wendepunkt für Lateinamerika darstellt und welche Rolle NeuronUP als technologischer und wissenschaftlicher Partner ausloten könnte.
Ein Dialog zwischen klinischer Forschung und digitaler Technologie
Im Bereich der Neurorehabilitation hat sich die Prävention kognitiver Beeinträchtigungen durch multidimensionale Interventionen als eine der großen Herausforderungen und Hoffnungen der heutigen Wissenschaft etabliert.
Das Projekt LATAM-FINGERS hat diese Prävention in eine regionale, kollaborative und wissenschaftlich ambitionierte Debatte verwandelt und damit einen Wendepunkt für Lateinamerika markiert. Um die Implikationen dieses Meilensteins eingehend zu analysieren, geben wir in diesem Interview einen grundlegenden Dialog zwischen zwei sich ergänzenden Perspektiven wieder: klinischer Forschung und technologischer Innovation.
Als Interviewpartner begrüßen wir Jesús M. Cortés, einen renommierten Forscher und internationalen Experten für Neurowissenschaften und Hirnkonnektivität, der derzeit als Forschungsdirektor bei NeuronUP tätig ist. In diesem Gespräch schlüsselt Cortés die Ergebnisse der kürzlich in The Lancet veröffentlichten multizentrischen klinischen Studie auf und erklärt, wie eine Intervention auf Grundlage von Ernährung, körperlicher Aktivität, kognitivem Training, Kontrolle von Risikofaktoren und sozialer Teilhabe bei älteren Erwachsenen mit einem Risiko für kognitive Beeinträchtigungen messbare kognitive Verbesserungen erzielt hat.
Die Interviewerin ist Lucía Fuente Pinillos, CMO von NeuronUP. Mit ihrem tiefen Verständnis für die Bedürfnisse von Fachkräften, die kognitive Diagnostik und kognitive Stimulation durchführen, führt Lucía durch das Gespräch, um zu untersuchen, welche Rolle digitale Plattformen in dieser neuen Situation spielen können. Im Verlauf des Interviews analysieren beide Experten, wie Tools wie NeuronUP als technologische und wissenschaftliche Partner integriert werden können, um Aufgaben zu standardisieren, Ergebnisse zu messen und die Prävention kognitiver Beeinträchtigungen skalierbarer und alltagsnäher zu machen.
Was ist LATAM-FINGERS und warum revolutioniert das Projekt die Gehirngesundheit? Welche Ergebnisse wurden erzielt?
Lucía Fuente: Jesús, warum verdient LATAM-FINGERS gerade jetzt so viel Aufmerksamkeit?
Jesús M. Cortés: „Weil LATAM-FINGERS etwas nachgewiesen hat, das bis vor Kurzem noch eine offene Aufgabe war: Dass eine multidimensionale Intervention zur Prävention kognitiver Beeinträchtigungen in Lateinamerika mit wissenschaftlicher Strenge, kultureller Anpassung und messbaren Ergebnissen organisiert und aufrechterhalten werden kann.
Die in The Lancet veröffentlichte Studie zeigt, dass eine systematische Intervention auf Grundlage von Ernährung, körperlicher Aktivität, kognitivem Training, Kontrolle vaskulärer Risikofaktoren und sozialer Teilhabe durchführbar war und größere kognitive Verbesserungen bewirkte als eine flexible Intervention mit Gesundheitsberatung bei älteren Erwachsenen mit einem Risiko für kognitive Beeinträchtigungen (Crivelli et al., 2026).“
Die klinische Studie LATAM-FINGERS und die Zukunft in Lateinamerika
Lucía Fuente: Damit unsere Leserinnen und Leser das einordnen können: Kannst du zusammenfassen, was genau in der in The Lancet veröffentlichten klinischen Studie untersucht wurde, was sie erreicht hat und welche zukünftigen Implikationen sich daraus ergeben könnten?
Jesús M. Cortés: „Die Studie aus The Lancet ist eine multizentrische, randomisierte, einfach verblindete klinische Studie, die in 11 lateinamerikanischen Ländern mit Erwachsenen im Alter von 60 bis 77 Jahren ohne Demenz, aber mit einem hohen Risiko für kognitive Beeinträchtigungen, durchgeführt wurde. Über zwei Jahre wurde eine systematische Lebensstilintervention mit einer flexiblen Intervention auf Grundlage von Gesundheitsberatung verglichen. Die systematische Intervention kombinierte Ernährung, körperliche Aktivität, kognitives Training, die Kontrolle vaskulärer und metabolischer Risikofaktoren sowie Unterstützung der sozialen Teilhabe.
Wichtig ist, dass sie nicht nur durchführbar war: 82,3 % der Teilnehmenden schlossen die Nachbeobachtung ab, die durchschnittliche Adhärenz lag bei 71,6 %, und die Gruppe mit systematischer Intervention verbesserte sich im globalen kognitiven Kompositum stärker als die flexible Gruppe. Außerdem wurden Vorteile beim episodischen Gedächtnis, bei der exekutiven Funktion und bei der Verarbeitungsgeschwindigkeit beobachtet, ohne schwerwiegende unerwünschte Ereignisse im Zusammenhang mit der Intervention.
Die Bedeutung für die Zukunft ist enorm: LATAM-FINGERS bietet eine Grundlage für die Entwicklung skalierbarer, kulturell angepasster und auf reale Gesundheitssysteme in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen anwendbarer Präventionsstrategien. Außerdem eröffnet das Projekt den Weg für weitere Nachbeobachtungsphasen, biomarkerbasierte Forschung und die Zusammenarbeit mit digitalen Tools, die dabei helfen, die Intervention zu messen, zu personalisieren und aufrechtzuerhalten (Crivelli et al., 2026).“
Lucía Fuente: Was ändert sich, wenn eine solche Studie in Lateinamerika durchgeführt wird und nicht nur aus anderen Kontexten übernommen wird?
Lucía Fuentes: Was ändert sich, wenn eine solche Studie in Lateinamerika durchgeführt wird und nicht nur aus anderen Kontexten übernommen wird?
Jesús M. Cortés: „Es verändert viel. Lateinamerika weist eine ganz besondere Kombination auf aus rascher Alterung, sozialer Ungleichheit, kultureller Vielfalt, unterschiedlichen Bildungsniveaus und einer hohen Präsenz veränderbarer Risikofaktoren. Die ersten Veröffentlichungen des Projekts wiesen bereits auf diesen Bedarf hin: Es reichte nicht aus, Daten aus anderen Kontinenten zu extrapolieren; es musste geprüft werden, ob sich das Modell an die lateinamerikanische Realität anpassen ließ (Crivelli et al., 2023; Duque Peñailillo, 2022).“
Lucía Fuente: Wie würdest du LATAM-FINGERS einer Person erklären, die nicht aus dem wissenschaftlichen Bereich kommt?
Lucía Fuentes: Wie würdest du LATAM-FINGERS einer Person erklären, die nicht aus dem wissenschaftlichen Bereich kommt?
Jesús M. Cortés: „Ich würde es als eine große regionale Initiative zur Förderung der Gehirngesundheit beschreiben, bevor Demenz auftritt. Es handelt sich weder um eine pharmakologische Behandlung noch um ein Wunderversprechen. Es ist ein strukturiertes Programm, das mehrere Bereiche gleichzeitig bearbeitet: körperliche Bewegung, Ernährung, kognitive Stimulation, medizinische Kontrolle von Risikofaktoren und soziale Teilhabe. Die Grundidee ist sehr intuitiv: Wenn das Risiko kognitiver Beeinträchtigungen von vielen Faktoren abhängt, muss auch die Prävention mehrere Faktoren gleichzeitig berücksichtigen (Crivelli et al., 2023; Crivelli et al., 2026; León-Salas et al., 2024).“
Institutionelle Netzwerke und Zusammenarbeit für die LATAM-FINGERS-Studie
Lucía Fuente: Ein wichtiger Teil des vorherigen Artikels war die Zusammenarbeit. Welche Institutionen haben diese Initiative ermöglicht?
Lucía Fuentes: Ein wichtiger Teil des vorherigen Artikels war die Zusammenarbeit. Welche Institutionen haben diese Initiative ermöglicht?
Jesús M. Cortés: „Das ist einer der stärksten Aspekte von LATAM-FINGERS. Wir sprechen nicht von einem isolierten Zentrum, sondern von einem lateinamerikanischen und internationalen institutionellen Netzwerk. An der Studie beteiligen sich unter anderem Fleni in Argentinien; Universidade de São Paulo, Hospital das Clínicas da Faculdade de Medicina da Universidade de São Paulo und Universidade Federal de Minas Gerais in Brasilien; Instituto Nacional de Neurología y Neurocirugía Manuel Velasco Suárez in Mexiko; Universidad de Antioquia in Kolumbien; Hospital Clínico Universidad de Chile; Universidad Nacional Pedro Henríquez Ureña in der Dominikanischen Republik; Hospital Clínica Bíblica in Costa Rica; Neuromedicenter in Ecuador; Centro Neurológico Mente Activa und Hospital de Clínicas in Bolivien; Instituto Peruano de Neurociencias; Hospital Británico und Universidad de la República in Uruguay; Universidad de Puerto Rico; Alzheimer’s Association; Karolinska Institutet; University of Texas Health San Antonio; Alzheimer’s Therapeutic Research Institute der University of Southern California sowie Wake Forest University School of Medicine (Crivelli et al., 2026; Figueiredo et al., 2025; Friedlaender et al., 2025; Jeunon et al., 2025).“
Lucía Fuente: Was findest du an dieser Zusammenarbeit besonders bewundernswert?
Lucía Fuente: Was findest du an dieser Zusammenarbeit besonders bewundernswert?
Jesús M. Cortés: „Ich finde es bewundernswert, dass es gelungen ist, Verfahren zu harmonisieren, ohne die lokale Vielfalt auszulöschen. Das ist sehr schwierig. Der Artikel zum Studiendesign und zur Harmonisierung beschreibt eine doppelte Aufgabe: Einerseits die Kontinuität mit dem FINGER-Modell und anderen internationalen Studien zu wahren; andererseits das Protokoll so anzupassen, dass es in lateinamerikanischen Ländern mit sehr unterschiedlichen Gegebenheiten durchführbar und vergleichbar war (Duque Peñailillo, 2022).“
Wichtigste kognitive Ergebnisse der LATAM-FINGERS-Studie
Lucía Fuente: Was waren die wichtigsten Ergebnisse der in The Lancet veröffentlichten Studie?
Lucía Fuente: Was waren die wichtigsten Ergebnisse der in The Lancet veröffentlichten Studie?
Jesús M. Cortés: „In der Studie wurden 1.719 Personen untersucht; 1.065 Teilnehmende wurden schließlich in die analytische Stichprobe aufgenommen: 539 in der systematischen Intervention und 526 in der flexiblen Intervention. Das Durchschnittsalter lag bei 67,5 Jahren und 82,3 % schlossen die zweijährige Nachbeobachtung ab. Die durchschnittliche Adhärenz der systematischen Gruppe lag bei 71,6 %. Beim primären kognitiven Ergebnis verbesserte sich die systematische Gruppe stärker: 0,31 Standardabweichungen pro Jahr gegenüber 0,20 in der flexiblen Gruppe. Außerdem wurden schwerwiegende unerwünschte Ereignisse nicht als interventionsbedingt eingestuft (Crivelli et al., 2026).“

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Vertiefung der klinischen Daten: Genetik, Polypharmazie und kardiometabolisches Risiko
Lucía Fuente: Was hatten die früheren Veröffentlichungen des Projekts vor dem Ergebnis aus The Lancet gezeigt?
Lucía Fuente: Was hatten die früheren Veröffentlichungen des Projekts vor dem Ergebnis aus The Lancet gezeigt?
Jesús M. Cortés: „Sie zeigten, dass sich das Projekt sehr solide weiterentwickelte. 2022 wurde LATAM-FINGERS als Teil von World-Wide FINGERS vorgestellt und seine fünf Interventionssäulen wurden hervorgehoben (Crivelli et al., 2023). 2023 wurde das Studiendesign veröffentlicht, ebenso die Strategie zur Harmonisierung sowie erste Daten zum Screening und zur Randomisierung (Duque Peñailillo, 2022). In Costa Rica wurden die lokale Anpassung und die Verlängerung der Nachbeobachtung beschrieben (Crivelli et al., 2026); in Brasilien zeigten die Ausgangsdaten der UFMG eine hohe Häufigkeit veränderbarer Risikofaktoren wie Hypertonie, Dyslipidämie, Bewegungsmangel und Adipositas (Dutra Lima et al., 2023).“
Lucía Fuente: 2025 erschienen mehrere sehr klinisch ausgerichtete Abstracts. Was tragen sie bei?
Lucía Fuente: 2025 erschienen mehrere sehr klinisch ausgerichtete Abstracts. Was tragen sie bei?
Jesús M. Cortés: „Sie liefern zusätzliche Tiefe. So war beispielsweise die anticholinerge Belastung mit einer schlechteren kognitiven Leistungsfähigkeit und einer höheren Wahrscheinlichkeit eines globalen CDR-Werts von 0,5 verbunden; jeder zusätzliche Punkt auf der Skala der anticholinergen Belastung erhöhte diese Wahrscheinlichkeit um 28 % (Jeunon et al., 2025). Die Analyse zu APOE und Gedächtnis deutete darauf hin, dass soziodemografische Faktoren in Lateinamerika bei der Interpretation der Gedächtnisleistung ein sehr großes Gewicht haben können (Friedlaender et al., 2025). Außerdem wurden Daten zur Nahrungsaufnahme und Körperzusammensetzung an der UFMG veröffentlicht, die auf eine erhöhte Adipositas, ein kardiometabolisches Risiko und relevante Nährstoffdefizite hinweisen (Vieira et al., 2025).“
Lucía Fuente: Und was sagen uns die Daten über chronische Erkrankungen, Polypharmazie und Genetik?
Lucía Fuente: Und was sagen uns die Daten über chronische Erkrankungen, Polypharmazie und Genetik?
Jesús M. Cortés: „Sie zeigen uns, dass sich LATAM-FINGERS nicht auf die Messung der Kognition beschränkt. Das Projekt erstellt ein deutlich umfassenderes Bild des Risikos. In einer brasilianischen Stichprobe lag die Häufigkeit des APOE-E4-Allels bei 25,5 %, und es wurden Unterschiede bei Tests der exekutiven Funktion und beim Body-Mass-Index beobachtet (Almeida et al., 2025). In einer weiteren Mitteilung mit 1.243 Teilnehmenden wurden Hypertonie bei 44,6 %, Dyslipidämie bei 42,8 %, durchschnittlich 2,58 Medikamente und Polypharmazie bei 18,4 % beschrieben (Figueiredo et al., 2025). Solche Daten sind für das Verständnis von Prävention in der realen Bevölkerung sehr wertvoll.“
Kognitive Stimulation und digitale Technologie: Synergien mit NeuronUP
Lucía Fuente: Wenn wir an NeuronUP denken: Wo siehst du den natürlichen Anknüpfungspunkt?
Lucía Fuente: Wenn wir an NeuronUP denken: Wo siehst du den natürlichen Anknüpfungspunkt?
Jesús M. Cortés: „NeuronUP arbeitet in einem Bereich, der sehr gut zu einem zentralen Bestandteil des Modells passt: dem strukturierten, anpassbaren und messbaren kognitiven Training. Bei einer multidimensionalen Intervention benötigt der kognitive Bereich Tools, die dabei helfen, Aufgaben zu standardisieren, die Nutzung zu dokumentieren, die Adhärenz zu erleichtern und die Verlaufskontrolle durch klinische Teams zu ermöglichen. Hier kann eine digitale Plattform sehr nützlich sein, sofern sie in klare wissenschaftliche und ethische Vereinbarungen eingebettet ist.“
Lucía Fuente: Wie könnte NeuronUP sich beteiligen?
Lucía Fuente: Wie könnte NeuronUP sich beteiligen?
Jesús M. Cortés: „Die Zusammenarbeit könnte durch institutionelle Vereinbarungen, Forschungslizenzen, finanzierte Pilotprojekte, die gemeinsame Entwicklung von Modulen, die kulturelle Anpassung von Übungen, methodische Unterstützung oder Projekte mit gemeinsam festgelegten wissenschaftlichen Zielen gestaltet werden. Wichtig ist, dass der Rahmen transparent ist: Was trägt jede Partei bei, welche Daten werden erhoben, wie werden sie geschützt, wie wird die Wirkung bewertet und welchen Nutzen haben Forschung, Zentren und Teilnehmende davon.“
Lucía Fuente: Was könnte NeuronUP aus einer solchen Zusammenarbeit lernen?
Lucía Fuente: Was könnte NeuronUP aus einer solchen Zusammenarbeit lernen?
Jesús M. Cortés: „Sehr viel. Die Teilnahme an einer lateinamerikanischen Initiative dieser Größenordnung würde es ermöglichen zu verstehen, wie sich digitale kognitive Interventionen unter realen Bedingungen verhalten: unterschiedliche Bildungsniveaus, Unterschiede beim digitalen Zugang, kulturelle Variabilität, heterogene klinische Bedürfnisse und Teams mit unterschiedlichen Ressourcen. Diese Erkenntnisse würden dazu beitragen, die Plattform zu verbessern und nützlichere Tools für Prävention, Rehabilitation und Verlaufskontrolle zu entwickeln.“
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Die Zukunft skalierbarer Prävention
Lucía Fuente: Welche abschließende Botschaft möchtest du uns mitgeben?
Lucía Fuente: Welche abschließende Botschaft möchtest du uns mitgeben?
Jesús M. Cortés: „Dass LATAM-FINGERS zu den Initiativen gehört, die den Horizont erweitern. Das Projekt hat gezeigt, dass Lateinamerika Evidenz auf höchstem Niveau zur Prävention kognitiver Beeinträchtigungen hervorbringen kann – mit regionaler Zusammenarbeit, internationaler Harmonisierung und klinisch relevanten Ergebnissen. Für NeuronUP besteht die Chance darin, sich mit Bescheidenheit und Ambition einzubringen: nützliche kognitive Technologien bereitzustellen, von den Zentren zu lernen und dazu beizutragen, dass die Prävention kognitiver Beeinträchtigungen messbarer, skalierbarer und alltagsnäher wird.“
Literaturverzeichnis
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- Crivelli, L., Suemoto, C. K., Sosa, A. L., et al. (2026). Multidomain lifestyle intervention for the prevention of cognitive decline in at-risk older adults in Latin America (LATAM-FINGERS): a single-blind, multicentre, randomised controlled trial. The Lancet. Advance online publication. https://doi.org/10.1016/S0140-6736(26)01278-X
- Duque Peñailillo, L. (2022). El LATAM Fingers: una gran iniciativa mundial en prevención de la Demencias. MetroCiencia, 30(3), 89-92. https://doi.org/10.47464/MetroCiencia/vol30/3/2022/89-92
- Duque Peñailillo, L. (2025). El LATAM Fingers: una gran iniciativa mundial en prevención de la Demencias. Estado actual. MetroCiencia, 33(2), 125-127. https://doi.org/10.47464/MetroCiencia/vol33/2/2025/125-127
- Dutra Lima, D. M., Soares Figueiredo, L., Pedrosa de Menezes, A. L., et al. (2023). Latin american initiative for lifestyle interventions to prevent cognitive decline (latam-fingers): baseline characteristics of participants at UFMG, Brazil. Dementia & Neuropsychologia, 17(Suppl 2), 7. https://doi.org/10.22491/19805764/018
- Figueiredo, L. S., Jeunon, V. R., Dutra Lima, D. M., et al. (2025). Prevalence of chronic diseases and polypharmacy among older adults in latin america: the LATAM-FINGERS study. Dementia & Neuropsychologia, 19(Suppl 2), 61. https://doi.org/10.5327/RPDA25184
- Friedlaender, C. V., Cruz de Souza, L., Barbosa, M. T., et al. (2025). APOE and memory in latin america: Baseline Findings from the LATAM-FINGERS trial. Dementia & Neuropsychologia, 19(Suppl 2), 78. https://doi.org/10.5327/RPDA25234
- Jeunon, V. R., Figueiredo, L. S., Dutra, D. M., et al. (2025). Anticholinergic burden is associated with cognitive impairment in older adults at risk for dementia in latin america: the LATAM-FINGERS study. Dementia & Neuropsychologia, 19(Suppl 2), 53-54. https://doi.org/10.5327/RPDA25160
- León-Salas, J. M., Quesada-Villaseñor, R., Arguedas-Chacón, S., Quesada-Loría, D., & Zavaleta-Monestel, E. (2024). Avances en la Prevención y Tratamiento del Alzheimer: Participación costarricense en el estudio LATAM FINGERS. Crónicas Científicas, XXVII, 7-10. https://doi.org/10.55139/ynzu1938
- Sevlever, G. E., Crivelli, L., Salinas, R. M., Charamelo, A., & Delgado, C. (2024). S4: The LATAM-FINGERS Initiative: The First Non-Pharmacological Randomized Controlled Trial to Prevent Cognitive Decline Across Latin America. International Psychogeriatrics. https://doi.org/10.1017/S1041610224001029
- Vieira, V. S., Tosatti, J. A. G., Pereira, J. D., et al. (2025). Assessment of dietary intake and body composition of Universidade Federal de Minas Gerais participants in the LATAM-FINGERS study. Dementia & Neuropsychologia, 19(Suppl 2), 59-60. https://doi.org/10.5327/RPDA25178
Häufig gestellte Fragen zur LATAM-FINGERS-Studie und zu kognitiven Beeinträchtigungen
1. Was ist das Projekt LATAM-FINGERS?
LATAM-FINGERS ist eine bahnbrechende Forschungsinitiative in Lateinamerika zur Prävention kognitiver Beeinträchtigungen durch eine multidimensionale Intervention. Dieses systematische Programm bearbeitet gleichzeitig mehrere Bereiche: Ernährung, körperliche Aktivität, kognitives Training, Kontrolle vaskulärer Risikofaktoren und Unterstützung der sozialen Teilhabe.
2. Welche Ergebnisse erzielte die LATAM-FINGERS-Studie in The Lancet?
Die in The Lancet veröffentlichte multizentrische klinische Studie zeigte, dass ältere Erwachsene, die an der systematischen und strukturierten Intervention teilnahmen, ihre globale kognitive Leistungsfähigkeit signifikant stärker verbesserten als Personen, die lediglich flexible Gesundheitsberatung erhielten. Außerdem wurde bestätigt, dass diese Art von Intervention im lateinamerikanischen Kontext durchführbar und sicher ist und eine durchschnittliche Adhärenz von 71,6 % erreicht.
3. Was ist eine multidimensionale Intervention in der Neuropsychologie?
Eine multidimensionale Intervention ist ein therapeutischer und präventiver Ansatz, der sich nicht auf einen einzelnen Bereich konzentriert, sondern gleichzeitig auf mehrere veränderbare Risikofaktoren einwirkt. Im Bereich der Gehirngesundheit kombiniert sie körperliche Bewegung, Ernährung, medizinische Kontrolle und strukturierte kognitive Stimulation, um den Schutz vor kognitiven Beeinträchtigungen zu maximieren.
4. Wie unterstützt digitale Technologie die Prävention kognitiver Beeinträchtigungen?
Digitale Plattformen für Neurorehabilitation und kognitive Stimulation wie NeuronUP sind entscheidend, um Übungen zu standardisieren, die Nutzung zu dokumentieren und die Adhärenz der Nutzenden zu erleichtern. Diese Tools ermöglichen klinischen Fachkräften, Ergebnisse präzise zu messen, Sitzungen an die Bedürfnisse der jeweiligen Patientinnen und Patienten anzupassen und Präventionsinterventionen deutlich skalierbarer und langfristig nachhaltiger zu gestalten.







Neue Aktivitäten zur kognitiven Förderung von Kindern im Jahr 2026
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