Die Neuropsychologin Elena Muñoz beantwortet die noch offenen Fragen zu ihrem Vortrag über transkranielle Magnetstimulation in der neuropsychologischen Rehabilitation, den sie bei der NeuronUP Academy gehalten hat.
Bevor wir euch die Antworten auf eure Fragen geben, möchten wir bei NeuronUP Elena Muñoz noch einmal für ihre Bereitschaft und ihre unkomplizierte Art danken, die Schulung durchzuführen und die offenen Fragen zu beantworten.
Fragen zum Vortrag über transkranielle Magnetstimulation in der neuropsychologischen Rehabilitation
1. Wie misst man die Hyperaktivität einer Hemisphäre?
Die Hyperaktivität der intakten Hemisphäre nach einer Läsion kann auf verschiedene Weise gemessen werden: mit unterschiedlichen Neurobildgebungstechniken (hauptsächlich funktionelle Magnetresonanztomographie), elektrophysiologischen Methoden (wie EEG) und mit TMS-Messungen gepaarter Impulse. Mehr dazu könnt ihr in den in Frage 7 angehängten Referenzen nachlesen.
2. Was ist der Unterschied zwischen Neurofeedback und transkranieller Magnetstimulation?
Sie haben nichts miteinander zu tun. Neurofeedback, basierend auf Biofeedback, ist eine Technik, bei der der Patient versucht, sein EEG-Signal selbst zu verändern, während TMS eine „externe“ Neuromodulationstechnik ist: Es wird ein Magnetfeld erzeugt, das einen elektrischen Strom im Gehirn induziert und dadurch dessen Aktivität verändert.
Neurofeedback wird derzeit bei verschiedenen Störungen eingesetzt, zum Beispiel bei Kindern mit ADHS. Auf der Website der Fundación CADH findet ihr eine kurze Erklärung der Technik: https://www.fundacioncadah.org/web/articulo/neurofeedback-que-es-en-que-consiste-es-eficaz-para-tratar-el-tdah.html
3. Wann entscheidet man sich, diese Technik anzuwenden? Meistens wenn herkömmliche Behandlungen, zum Beispiel medikamentöse, versagen?
Man muss nicht darauf warten, dass andere Behandlungen nicht wirken. Meiner Meinung nach ist es empfehlenswert, die Behandlungen parallel zu beginnen, obwohl ich TMS nicht gerne bei akuten Patienten einsetze, sondern eher in subakuten oder chronischen Phasen.
4. Wie viel kann ein TMS-Gerät und ein Gerät zur transkraniellen elektrischen Stimulation kosten?
Die Kosten für TMS liegen bei etwa 60.000 Euro und für tDCS zwischen 5.000 und 15.000 Euro, je nach Modell und Ausstattung.
5. Wurde diese Technik bei Menschen mit geistiger Behinderung angewendet? Könnte sie (vorbehaltlich einer Einzelfallprüfung) von Vorteil sein?
Ja, sie könnte vorteilhaft sein, und tatsächlich werden sehr interessante Studien im Bereich Autismus durchgeführt.
6. Ich würde gerne wissen, welche Empfehlungen du für jemanden hast, der mit dieser Methode beginnen möchte. Welches Design würdest du empfehlen (falls es verschiedene Hersteller gibt)? Welche Form und Ausrichtung des Applikators würdest du empfehlen (rund, achtförmig oder konisch usw.)?
Wir arbeiten mit dem MagstimSuperRapid2 und mit achteförmigen Spulen, und das funktioniert für uns sehr gut.
7. Könntest du uns wissenschaftliche Artikel zu dieser Technik zukommen lassen?
Im Folgenden füge ich mehrere interessante Artikel zu TMS und tDCS bei (beide Techniken der nicht-invasiven Hirnstimulation)
- Koch et al. 2013_The hyperexcitability of the left intact hemisphere in neglect
- Lefacheur et al. 2014_Evidence based guidelines rTMS
- Lefacheur et al. 2017_Evidence based guidelines tDCS
- Pascual-Leone y Tormos_2008_Estimulación magnética transcraneal_Fundamentos
- Schulz, Gerloff & Hummel_2013_Non-invasive brain stimulation in neurological diseases
Sehe dir den Vortrag über transkranielle Magnetstimulation in der neuropsychologischen Rehabilitation noch einmal an
Wenn du den Vortrag als Aufzeichnung sehen möchtest, ist er exklusiv auf NeuronUP verfügbar.

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Dieser Artikel wurde übersetzt; Link zum Originalartikel auf Spanisch:
La Dra. Elena Muñoz responde a las dudas de su ponencia sobre la estimulación magnética transcraneal en la rehabilitación neuropsicológica







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