In diesem Beitrag stellt die Ärztin und Forscherin Aurora Polo Rodríguez die Einzelheiten des europäischen Projekts PHArA-ON (Pilots for Healthy and Active Ageing) vor, an dem NeuronUP beteiligt war.
Aktives und gesundes Altern ist in unserer Gesellschaft eine wachsende Priorität. In der Gesellschaft, in der wir leben, wird der Bedarf an Werkzeugen, die sich nicht nur positiv auf die Lebensqualität älterer Menschen, sondern auch auf deren Unabhängigkeit und ihre Gesundheit insgesamt auswirken, immer deutlicher.
In diesem Zusammenhang positioniert sich das europäische Projekt PHArA-ON als eine innovative Initiative, um dieses ehrgeizige und dringend notwendige Ziel zu erreichen, durch die Schaffung einer Reihe integrierter offener Plattformen mit interessanten Anpassungsmöglichkeiten und Interoperabilität mit anderen fortschrittlichen Lösungen, darunter künstliche Intelligenz, intelligente Wearables oder Big Data, unter anderem.
PHArA-ON wird vom Horizon-2020-Programm der Europäischen Union finanziert, verfügt über ein Budget von 21 Millionen Euro und profitiert zudem von der Zusammenarbeit mit 41 Partnerorganisationen aus 12 verschiedenen Ländern wie Spanien, Italien, Portugal, Frankreich, Deutschland, Österreich, Belgien, den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich, Kroatien, Slowenien und Estland.
Im konkreten Fall Andalusiens hat die Umsetzung dieses Projekts dank seines speziellen Ansatzes zur Bekämpfung unerwünschter Einsamkeit und zur Förderung des sozialen Zusammenhalts eine mehr als positive Wirkung erzielt. Dank der Koordination der Stiftung Ageing Lab zusammen mit der Universität Jaén, dem Provinzialrat von Jaén und Minsait von Indra konnte der andalusische Pilotversuch mit einem Gesamtbudget von 1.200.000 Euro durchgeführt werden.
Dieser konzentrierte sich auf drei zentrale Ziele, die darauf abzielen, das Leben der Teilnehmenden zu verbessern:
- Förderung der gemeinschaftlichen Teilhabe: Mit dem sozialen Netzwerk Sentab wurden die Teilnehmenden dazu angeregt, zu interagieren und sich an der Gemeinschaft zu beteiligen, um die soziale Integration zu fördern.
- Unterstützung des körperlichen Wohlbefindens: Durch das Gerät MISS Activity wurden die Teilnehmenden motiviert, sich körperlich aktiv zu halten, was zu ihrer allgemeinen Gesundheit beiträgt.
- Förderung der kognitiven Stimulation: Mit der Plattform NeuronUP werden Aktivitäten angeboten, die die kognitiven Funktionen stimulieren und dazu beitragen, den Geist aktiv zu halten.
NeuronUP wurde von der ersten Ausschreibung im Oktober 2023 an in das Projekt integriert, mit einer dreimonatigen Evaluierungsphase. Seitdem hat unsere Plattform für Rehabilitation und kognitive Stimulation sich in 9 andalusischen Gemeinden durchgesetzt: Castillo de Locubín, Arjona, Martos, Peal de Becerro und Alcaudete (Jaén); sowie Las Gabias, Atarfe, Zaidín und Albolote (Granada). Insgesamt haben sage und schreibe 60 Teilnehmende eine Schulung zu NeuronUP erhalten, davon 49 ältere Menschen und 11 Fachkräfte.
Die Implementierung von NeuronUP erfolgte unter zwei verschiedenen Ansätzen:
- In Pflegeheimen und Tageszentren: Dort haben Techniker der Universität Jaén und der Stiftung Ageing Lab die Mitarbeitenden dieser Einrichtungen geschult, damit sie optimal und individuell mit unserer Neurorehabilitationsplattform mit den Nutzenden arbeiten können.
- In Zentren für aktive Teilhabe: Hier wurde die Pilotphase aufgrund der hohen Motivation der Teilnehmenden von drei auf sechs Monate verlängert. In diesem Fall hat die Universität Jaén die Teilnehmenden direkt geschult, die anschließend eigenständig von zu Hause mit den personalisierten Sitzungen NeuronUP2GO arbeiten konnten.
Dieser duale Ansatz hat es ermöglicht, die Nutzung von NeuronUP an die spezifischen Bedürfnisse verschiedener Umgebungen anzupassen. Die positive Resonanz und das große Engagement, das die Teilnehmenden dabei gezeigt haben, sind ein Beispiel für den Mehrwert, den unsere Plattform dem Projekt bietet, indem sie unverzichtbare Instrumente für ein aktives und partizipatives Altern bereitstellt.
Im gesamten Prozess ist die entscheidende Rolle hervorzuheben, die die Forscher der Universität Jaén, Aurora Polo Rodríguez und Javier Medina Quero, bei der Erreichung dieses Erfolgs gespielt haben. Als Schulungsleiter und dank ihres aktiven Monitorings haben sie unermüdlich daran gearbeitet, eine hohe Adhärenz der Teilnehmenden am Programm sicherzustellen.

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Dieser Artikel wurde übersetzt; Link zum Originalartikel auf Spanisch:
Impulsando un envejecimiento activo: el piloto andaluz del Proyecto PHArA-ON







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